HOFFEST FALKENHAIN - Igor und Christiane Galkin

Gemütlich sitzen, Suppe löffeln, Kultur gucken: So ließen es sich diese Besucher beim ersten Hoffest voriges Jahr gutgehen – jetzt gibt es das zweite.

Gemütlich auf dem Sofa sitzen und nonstop Kunst erleben – das kann man im Müglitztal.

Von Heike Sabel Foto © Marko Förster
Freitag, 16.09.2016

Falkenhain. Beim ersten Mal guckten einige noch abwartend, was das wird. Hoffest, Kultur – und das in Falkenhain? Andere machten es sich auf dem Sofa, den Stühlen und Bänken bequem und erlebten das Fest. Es hat funktioniert, und das schon beim ersten Mal vor einem Jahr. Nun gibt es am 24. September die zweite Auflage. Anders als beim ersten Mal kamen diesmal schon Anfragen von Leuten, die gern dabei sein wollen. Das ist für Organisatorin Katrin Strelow ein gutes Zeichen.

Sie will mit dem Fest das Müglitztal beleben und ihm Selbstbewusstsein geben. Da leben nämlich viele, die musikalisch, künstlerisch oder kulturell kreativ sind, sagt sie. Die strickende, häkelnde und klöppelnde Falkenhainer Landfrau, die malende Mühlbacherin, die Zirkusakrobatin aus Burkhardswalde, der singende Nachbar und die kochenden Maxener zum Beispiel. Es gibt auch Gäste aus Weimar, Dresden und Leipzig, die zum Hoffest nach Falkenhain kommen. Es wird viel gesungen und musiziert.

Chor und Klezmer, Klaviermusik und Kontrabass sind zu hören. Wer selbst aktiv werden will, auch für den bietet das Hoffest etwas. Mit Spanplatten und Farbe etwa. Einige der im vorigen Jahr entstandenen Bilder hat Familie Strelow noch. Vor allem Kinder haben keine Hemmungen, mit dem Pinsel großflächig zu malen, sagt sie. Wenn sie sich dann ausruhen wollen, können sie sich selbst bemalen lassen. Wendy Scholz, die auch schon voriges Jahr dabei war, wird die Kinder verzaubern und sich selbst damit einen unvergesslichen Geburtstag beschert. Sie hat schon mal alle Gäste zum Hoffest eingeladen. So etwas zum Geburtstag hat schließlich nicht jeder. Und auch nicht so viele Kuchen – „über zehn, von Apfel bis Donauwelle“ und 40 Liter Soljanka aus der Gulaschkanone einer Maxenerin.

Fantastische Atmosphäre. „Wir wollen es uns doch ein bisschen schön machen“, sagt Katrin Strelow. Auch die Feuerwehr ist dabei. Der Heimat- und Feuerwehrverein Weesenstein-Falkenhain hat es sich nicht nehmen lassen, die Schirmherrschaft über das Fest zu übernehmen – der regionale Aspekt. Für den großstädtischen Aspekt sorgt unter anderem Krischna aus Leipzig. Er verteilt seine Energiebällchen: Kokospralinen. Diese Mischung aus fern und nah, aus Profis und Laien, aus den verschiedenen Künsten und Talenten soll das Falkenhainer Fest ausmachen. Katrin Strelow bastelt mit dem Organisationsteam am Zeitplan. Lücken wird der nicht haben, im Gegenteil. Klar ist, dass es zum Auftakt Freitagabend wieder Hofkino gibt. „Spuk unterm Riesenrad“ war voriges Jahr der Renner. Zunächst wurde überlegt, „Go Trabi Go“ zu zeigen. Nun aber soll es doch wieder der Spuk sein, nur eine andere Folge.
Joschi, Katrin Strelows Schlagzeug spielender und trommelnder Sohn, ist auch wieder dabei. Die Nachbarn haben sich inzwischen an sein Üben gewöhnt. Stolz erklärt Joschi, wie weit sein Spiel im Dorf zu hören ist. Jedem, der die Familie besucht, spielt Joschi etwas vor. Wenn er ein Trommel-Solo hinlegt, bleibt bei den Zuhörern keine Hand und kein Fuß ruhig.

23. September, 19 Uhr, Hofkino;
24. September, 11 bis 23 Uhr, buntes Programm

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/kultur-auf-dem-hof-3494272.html

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